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Forschungsprojekte zum Thema "Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen"
A. Laufende Projekte:
1. Evaluation der stationären Kinderschmerztherapie
2. Evaluation der ambulanten Kinderschmerztherapie
3. Semi-strukturiertes Anamneseschema in einer Kinderschmerzambulanz (Deutscher Schmerzfragebogen für Kinder
und Jugendliche, DSF-KJ)
4. Medikamentenstudie: Durogesic
5. Eltern von Kindern mit chronischen Schmerzen
6. Normdatenerhebung für die Quantitative sensorische Testung (QST)
7. Altersabhängigkeit der Schmerzwahrnehmung und Entwicklung des somatosensorischen Systems anhand von QST-
Parametern im Verlauf von einem Jahr
8. Schmerzen durch Neuropathien bei Kindern und Jugendlichen mit Diabetes mellitus Typ I
9. Schmerzen durch Neuropathien bei Kindern und Jugendlichen nach Chemotherapien
10. Schmerzen bei behinderten Kindern mit einer infantilen Cerebralparese (ICP)
11. Klassifikation und Pathophysiologie von chronischen Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen
12. Therapieeffekte der multimodalen Schmerztherapie bei Kindern und Jugendlichen mit chronischen Schmerzen anhand
neurophysiologischer Parameter (Quantitative sensorische Testung)
B. Abgeschlossene Projekte:
1. Validierung des Pediatric Pain Disability Index (P-PDI)
2. Validierung der deutschen Version des Pediatric Pain Coping Inventory (PPCI-R)
3. Untersuchung von Geschlechterunterschieden in der Schmerzbeurteilung von Jugendlichen mit einer Krebserkrankung
4. STOP-Projekt
A. Laufende Projekte:
1. Evaluation der stationären Kinderschmerztherapie:
Überprüfung der Wirksamkeit einer dreiwöchigen Stationären Multimodalen Schmerztherapie bei Kindern und Jugendlichen mit chronischen Schmerzen: Prospektive Längsschnittstudie nach 3,6,12 und 24 Monaten
Projektleitung:
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Prof. Dr. Boris Zernikow
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Studienkoordination und Supervision:
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Dr. Dipl.-Psych. Tanja Hechler, Prof. Dr. Joachim Kosfelder
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Projektdurchführung:
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Dipl.-Psych. Michael Dobe, Nina Keller, Anna-Lena Tietze, Maximiliane Hamann
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Laufzeit:
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01/2004 – 12/2008
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Hintergrund der Studie:
Chronische wie auch chronisch rezidivierende Schmerzen im Kindesalter können zu erheblichen psychischen und psychosozialen Konsequenzen für das Kind und dessen Familie führen. Betroffene Kinder fehlen häufiger in der Schule als gesunde Kinder. Nicht behandelt können die Schmerzen in der Regel bis ins Erwachsenenalter andauern, was mit erheblichen Kosten für den Arbeitgeber und das Gesundheitssystem verbunden ist. Es wird vermutet, dass mindestens 200.000 Kinder von chronischen Schmerzen und somatoformen Schmerzstörungen betroffen sind. Die psychologische Schmerztherapie bei Kindern zeigte sich bislang vornehmlich in ambulanten Therapiekonzepten als wirksam, wobei gerade die Implementierung kognitiv-behavioraler schmerztherapeutischer Interventionen ausschlaggebend zu sein scheint für einen Therapieerfolg. Bei einer extremen schmerzbedingten Lebensbeeinträchtigung ist ein stationäres multimodales Schmerztherapieangebot erforderlich. Bislang gibt es hier sehr wenige Untersuchungen über die Wirksamkeit solcher Schmerztherapieprogramme.
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Ziele der Studie:
Es wird untersucht, welche Veränderungen sich durch ein dreiwöchiges stationäres Schmerztherapieprogramm - bestehend aus 6 Therapiemodulen - nach 3, 6, 12 und 24 Monaten zeigen, bezüglich der durchschnittlichen Schmerzstärke, der Anzahl der Schulfehltage und der subjektiven Lebensbelastung. Des Weiteren wird die Auswirkung auf die kognitiven Schmerzbewältigungsstrategien sowie die emotionale Beeinträchtigung untersucht.
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Stichprobe:
200 Kinder (7-18 Jahre) und Jugendliche mit chronischen Schmerzen, die am 3-wöchigen stationären multimodalen Schmerztherapieprogramm teilnehmen, werden konsekutiv in die Studie aufgenommen. Die stationäre Schmerztherapie wird befürwortet, wenn eine starke Lebensbeeinträchtigung durch die Schmerzen vorliegt (nach Einschätzung der Schmerztherapeuten), eine Behandlungsmotivation des Kindes sowie seiner Eltern erkennbar ist, sie bereit sind, an einem Familiengespräch/Woche teilzunehmen sowie mindestens 3 der folgenden 5 Punkte beim Vortermin erfüllt sind: Schmerzdauer > 6 Monate; Dauerschmerzen mit einer durchschnittlichen Schmerzstärke > 5 (numerische Ratingskala, NRS 0–10); Schmerzspitzen > 8 (NRS 0–10) mit einer Häufigkeit von > 2/Woche, > 5 Schulfehltage, bezogen auf die letzten 4 Wochen, hohe subjektive Lebens Beeinträchtigung aus Sicht des Patienten (Pediatric Pain-Disability-Index, P-PDI-Score > 36, Bereich 12–60).
Ausschlusskriterien sind: Kinder und Jugendliche ohne schmerzbezogene Hauptdiagnose, Aufenthaltsdauer unter 2 Wochen, geistige Behinderung, Alter unter 7 Jahren, Kinder und Jugendliche mit einer palliativen Erkrankung oder Kinder und Jugendliche, bei denen im Rahmen einer chronisch organischen Erkrankung weitere stationäre Aufenthalt nötig oder sehr wahrscheinlich sind.
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Methode:
Zu Beginn der stationären Aufnahme, sowie 3, 6, 12 und 24 Monate nach Entlassung wurden verschiedene Fragebögen von Kindern und Eltern ausgefüllt. Eingesetze Fragebögen: Deutscher Schmerzfragebogen für Kinder und Jugendliche (DSF-KJ; inklusive Pediatric Pain Disability Index, P-PDI), Pediatric Pain coping Inventory (PPCI-R), Angstfragebogen für Schüler (AFS), Depressionsinventar für Kinder und Jugendliche (DIKJ)
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Erste Ergebnisse:
Unsere ersten Daten zeigen die Langzeiteffektivität (effectiveness) einer stationären multimodalen Schmerztherapie bei Kindern mit chronischen Schmerzen. In unserer Pilotstudie untersuchten wir 72 Kinder (Alter: 7,5 bis 18,3 Jahre) mit täglichen Schmerzen bei zumeist anhaltender somatoformer Schmerzstörung. 65 Kinder konnten nach 3 Monaten, 27 nach 6 Monaten und 30 nach 12 Monaten reevaluiert werden. Die durchschnittliche Schmerzstärke (Skala 0-10) der letzten sieben Tage vor dem jeweiligen Erhebungszeitpunkt nahm vom Ausgangswert (6,3) zu den einzelnen Nacherhebungspunkten signifikant ab (3 Monate: 2,9; 6 Monate: 2,3; 12 Monate: 2,9). Die durchschnittliche Anzahl der schmerzbedingten Schulfehltage in den letzten vier Schulwochen vor dem jeweiligen Erhebungszeitpunkt sank signifikant von 9,2 auf 1,8, 1,5 bzw. 1,4. Für 24 Kinder war in den letzten vier Wochen vor Beginn der Datenerhebung der Schulbesuch schmerzbedingt praktisch unmöglich (= 15 Schulfehltage). Die durchschnittliche schmerzbedingte Lebensbelastung (P-PDI) war zu allen Reevaluierungszeitpunkten signifikant niedriger (3 Monate: 24,5; 6 Monate: 22,0; 12 Monate: 25,8) als zu Beginn der Schmerztherapie (PRAE: 37,8). 22 von 24 Kinder mit mindestens 15 Schulfehltagen in den letzten vier Schulwochen bei der Ersterhebung gaben an den Nacherhebungszeitpunkten weniger als fünf schmerzbedingte Schulfehltage innerhalb der letzten vier Wochen vor der jeweiligen Befragung an.
In einer weiteren umfassenden Effektivitätsstudie an 167 Jugendlichen wurden neben den bereits gefundenen statistischen Unterschieden von Aufnahme bis zu drei Monaten nach Therapie auch die klinische Signifikanz der Veränderungen nach Jacobson und Truax (1991) untersucht. Es zeigten sich bei 71% der Jugendlichen klnisch bedeutsame Veränderungen der Schmerzintensität, bei 45% klinisch bedeutsame Veränderungen in der schmerzbezogenen Beeinträchtigung (P-PDI). Eine allgemeine Verbesserung nach 3 Monaten (definiert anhand von 2 Kriterien: a) keine Verschlechterung in den Kernvariablen, b) klinisch bedeutsame Veränderung in der schmerzbezogenen Beeinträchtigung und den Schulfehltagen) zeigte sich bei 55% der Stichprobe. Die Anzahl der Schulfehltage zu Beginn der Therapie - nämlich eine hohe Anzahl an Schulfehltagen - war ein signifikanter Prädiktor für die allgemeine Verbesserung nach 3 Monaten.
In den Folgeuntersuchungen widmen wir uns 3 weiteren Fragestellungen:
1. Unterscheidet sich der Outcome nach 3 und 12 Monaten zwischen Kindern (7-10 Jahre) und Jugendlichen (11-18 Jahre)
Publikation in Revision
2. Welche Prozessvariablen spielen bei den erzielten Veränderungen eine Rolle?
Publikation in Vorbereitung
3. Welche Effekte können durch ein fokussiertes Verfahren, welches Anteile von Eye Movement and Reprocessing (bilaterale Stimulation) und von graduierter Exposition in sensu beinhaltet, erzielt werden?
Case study eingereicht ; weitere Publikation in Vorbereitung |
Publikation:
M Dobe, U Damschen, B Reiffer-Wiesel, C Sauer, B Zernikow
Dreiwöchige stationäre multimodale Schmerztherapie bei Kindern und Jugendlichen mit chronischen Schmerzen: Erste Ergebnisse in der Langzeitwirkung
Der Schmerz 2006;20:51-60
Die Publikation sowie das stationäre Konzept wurden im September 2006 mit dem Stefan-Engel-Wissenschaftspreis der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin ausgezeichnet.
T Hechler, M Dobe, J Kosfelder, U Damschen, B Hübner, M Blankenburg et al.
Effectiveness of a three week multimodal inpatient treatment for adolescents suffering from chronic pain: Statistical and clinical significance
Clinical Journal of Pain 2008 (in press) |
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2. Evaluation der ambulanten Kinderschmerztherapie:
Überprüfung der Wirksamkeit einer ambulanten Schmerztherapie bei Kindern und Jugendlichen mit chronischen Schmerzen: Prospektive Längsschnittstudie nach 3,6 und 12 Monaten
| Projektleitung: |
Prof. Dr. Boris Zernikow
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| Studienkoordination und Supervision: |
Dr. Dipl.-Psych. Heide Denecke, Dr. Dipl.-Psych. Tanja Hechler
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| Projektdurchführung: |
Dipl.-Psych. Sandra Schroeder, cand. med. Annick Martin, cand. med. Marie Müller-Busch
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| Laufzeit: |
05/2005 – Ende 2008
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Hintergrund der Studie:
Chronische Schmerzen bei Kindern nehmen an Häufigkeit zu. Über 200.000 Kinder in Deutschland leiden an therapierefraktären Migräneanfällen. Funktionelle Bauchschmerzen (unter Schulpflichtigen beträgt die Prävalenz von rezidivierenden abdominellen Schmerzen 10-25 %), chronische Tumorschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie psychosomatische Schmerzerkrankungen wie das Fibromyalgiesyndrom, und somatoforme Schmerzstörungen stellen die behandelnden Kinderärzte oft vor unlösbare Aufgaben, da sie nur in einem multiprofessionellen Team erfolgreich behandelt werden können. Unzureichend therapierte chronische Schmerzen im Kindesalter sind durch das psychologische Phänomen der "Erlernten Hilflosigkeit" sichere Prädiktoren für chronische Schmerzen im Erwachsenenalter.
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Ziele der Studie:
- Zu analysieren ob und inwieweit eine speziell auf Kinder zugeschnittene Schmerzambulanz mit einer individuell angepassten psychologischen und medikamentösen Schmerztherapie zu einer langfristigen Verbesserung der Schmerzzustände von Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen Schmerzformen und unterschiedlicher Schmerzchronifizierung beitragen kann.
- Evaluation der Zufriedenheit der Kinder und Jugendlichen mit der Behandlung in der Dattelner Kinderschmerzambulanz
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Stichprobe:
400 Kinder, die mit chronischen oder chronisch wiederkehrenden Schmerzen in unserer Kinderschmerzambulanz behandelt werden, werden konsekutiv in die Studie eingeschlossen.
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Methode:
Prospektive Längsschnittstudie mit Verlaufskontrollen zu drei Messzeitpunkten:
Dabei werden zum Ersttermin, 3, 6 und 12 Monate nach Erstvorstellung in der Schmerzambulanz Daten erhoben. Die eingesetzten Fragebogen sind: Deutscher Schmerzfragebogen für Kinder und Jugendliche (DSF-KJ; inklusive Pediatric Pain Disability Index, P-PDI), Pediatric Pain coping Inventory (PPCI-R), Angstfragebogen für Schüler (AFS), Depressionsinventar für Kinder und Jugendliche (DIKJ). Angaben zum Verlauf werden anhand von Verlaufsfragebögen bei einem Termin in der Schmerzambulanz, telefonisch oder per Post eingeholt. Zusätzlich zu Dauer, Häufigkeit, Intensität der Schmerzen, Schulfehltagen, Medikamenteneinnahmeverhalten, der Lebensbelastung und der emotionalen Belastung werden die subjektive Erfolgseinschätzung der Kinder (bzw. Eltern) und Jugendlichen sowie die Zufriedenheit mit dem Verlauf der aktuellen Schmerzsituation erfragt. |
Erste Ergebnisse:
Erste Auswertungen an 50 Patienten zeigen viel versprechende Ergebnisse. So zeigte sich bereits bei der Zweitvorstellung in der Kinderschmerzambulanz eine signifikante Reduktion der Maximal- und Durchschnittsschmerzen, der Lebensbeeinträchtigung durch die Schmerzen und den Schulfehlzeiten; über 50% der Patienten berichten eine Abnahme der Schmerzstärke und -häufigkeit auf einer 5-Punkt-Likert-Skala. Auch wenn die Anzahl der bisher ausgewerteten Patienten bis jetzt noch klein ist, zeichnen sich gute Therapieerfolge bei einem Großteil der schmerzkranken Kinder ab.
Desweiteren widmen wir uns folgenden Fragestellungen:
1. Lässt sich der Verlauf der Kernvariablen (Schmerzintensität, schmerzbezogene Beeinträchtigung, Schulfehltage, emotionalte Beeinträchtigung) über den Zeitraum von einem Jahr vorhersagen?
2. Welche Prädiktoren zur Vorhersage des Verlaufs lasen sich extrahieren?
Publikaiton in Vorbereitung
3. Psychometrische Gütekriterien des Deutschen Schmerzfragebogens für Kinder und Jugendliche (DSF-KJ)
Publikation in Vorbereitung (siehe auch Link "Semi-strukturiertes Interview") |
Publikation:
S Schürmann, B Zernikow
Erste interdisziplinäre, klinikgestützte Kinderschmerzambulanz in Deutschland
Klinikarzt 2005;34:73-78
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3. Deutscher Schmerzfragebogen für Kinder und Jugendliche (DSF-KJ). Semi-strukturiertes Anamneseschema in einer Kinderschmerzambulanz:
Schmerz in der Pädiatrie – semi-strukturiertes Anamneseschema in der Kinderschmerzambulanz
| Projektleitung: |
Prof. Dr. Boris Zernikow
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| Studienkoordination und Supervision: |
Dr. Dipl.-Psych. Heide Denecke, Dr. Dipl.-Psych. Tanja Hechler
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| Projektdurchführung: |
Dipl.-Psych. Sandra Schroeder, cand. med. Marie Müller-Busch, cand. med. Annick Martin
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| Laufzeit: |
05 / 2005 – Ende 2008
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Hintergrund der Studie:
Eine unzureichende Diagnostik und Therapie von Schmerzen im Kindes- und Jugendalter kann sich negativ auf das weitere Schmerzverhalten und damit auch auf die Lebensqualität der Kinder auswirken. Am Vodafone Stiftungsinstitut für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativmedizin der Vestischen Kinder- und Jugendklinik wurde ein semi-strukturiertes Anamneseschema (Deutscher Schmerzfragebogen für Kinder und Jugendliche, DSF-KJ) in Anlehnung an den Deutschen Schmerzfragebogen der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie (DGSS) und den Pediatric Pain Questionaire als multidimensionales Anamneseinstrument entwickelt. Er existiert als Kindversion (4-10 Jahre) mit 10 Items, als Jugendlichenversion (11-18 Jahre) mit 29 Items und als Elternversion mit 48 Items. Entsprechend ist selbst jüngeren Kindern eine Selbsteinschätzung, die den „Goldstandard“ in der Schmerzerfassung darstellt, ermöglicht. Anhand des Fragebogens und des anamnestischen Gesprächs wird die schmerzbezogene Diagnose gestellt. |
Ziele der Studie:
Ziel der Arbeit ist eine Überprüfung des semi-strukturierten Anamneseschemas (DSF-KJ).
Dazu sollen a) die Verständlichkeit der gestellten Fragen überprüft werden, b) das Antwortverhalten beschrieben werden und c) Korrelationen zwischen Kind und Eltern bzw. Jugendlichen und Eltern in Bezug auf die Einschätzung der Schmerzen und anderen Parametern ermittelt werden, d) Unterschiede zwischen Kindern und Jugendlichen sowie e) zwischen Mädchen und Jungen untersucht werden. |
Stichprobe:
362 Kinder, die mit chronischen oder chronisch wiederkehrenden Schmerzen in unserer Kinderschmerzambulanz behandelt werden, wurden konsekutiv in die Studie eingeschlossen. |
Methode:
Explorative Datenauswertung der Anamnesebögen, die zum Zeitpunkt der Erstvorstellung in der Kinderschmerzambulanz von den Kindern, Jugendlichen und Eltern ausgefüllt wurden.
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Erste Ergebnisse:
In Arbeit
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Publikation:
In Vorbereitung
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4.
Medikamentenstudie: Durogesic:
Anwendungsbeobachtungsstudie mit Durogesic SMAT
| Projektleitung: |
Prof. Dr. Boris Zernikow
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| Studienkoordination: |
Prof. Dr. Boris Zernikow
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| Projektdurchführung: |
Prof. Dr. Boris Zernikow, Dr. Carola Hasan, Dr. Christine Wamsler, Gaby Dubbel
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| Laufzeit: |
05 / 2006 – 12 / 2007
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Hintergrund der Studie:
Die transdermale Applikation von Fentanyl bei chronischen Schmerzen im Kindesalter ist eine wichtige Therapieoption. Ein 12.5 µg/h Fentanyl abgebendes Pflaster ist für Kinder zugelassen, jedoch in der täglichen Routineanwendung noch nicht ausreichend untersucht.
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Ziele der Studie:
Untersuchung von Verträglichkeit, Sicherheit und Wirksamkeit von transdermalem Fentanyl bei Kindern mit Tumorschmerzen
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Stichprobe:
Geplant: N=20
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Methode:
Anwendungsbeobachtung
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Erste Ergebnisse:
In Arbeit
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Publikation:
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5. Eltern von Kindern mit chronischen Schmerzen:
- Welche Faktoren determinieren die Konkordanz in der Schmerzeinschätzung?
- Elterliches Katastrophisieren über die Schmerzen ihrer Kinder
| Projektleitung: |
Prof. Dr. Boris Zernikow, Dr. rer. nat. Dipl.-Psych. Tanja Hechler |
| Studienkoordination und Supervision: |
Dr. rer. nat. Dipl.-Psych. Tanja Hechler |
| Projektdurchführung: |
Anna Lena Tietze , Maximiliane Hamann |
| Laufzeit: |
03 / 2008– 03 / 2009 |
Hintergrund der Studie:
Das vorliegende Projekt widmet sich der Erforschung von elterlichen Einflussfaktoren auf das Schmerzerleben des Kindes. Innerhalb von 2 Projekten sollen 2 elterliche Faktoren untersucht werden: a) Konkordanz der elterlichen Schmerzeinschätzung mit der ihrer Kinder, b) elterliches Katastrophisieren über die Schmerzen ihrer Kinder.
Studie 1:
Welche Faktoren determinieren die Konkordanz in der Schmerzeinschätzung?
Gerade im Bereich chronischer Schmerzerkrankungen bei Kindern kann es durch elterliche und pädiatrische Fehleinschätzungen zur Aufrechterhaltung und Verstärkung kindlicher Schmerzsymptomatik durch fehlende, nicht angemessene oder zu späte Behandlung kommen. Eine angemessene Einschätzung der Schmerzen durch die Eltern ist Voraussetzung für eine angemessene Behandlung (Goubert et al. 2005). Die Entscheidung, sich professionelle Hilfe zu suchen und die Wahl von ärztlichen und psychotherapeutischen Interventionen liegt zunächst in elterlicher Verantwortung. Fehlerhafte elterliche Einschätzungen der Schmerzen bei ihren Kindern können eine frühzeitige Prävention verhindern (Dahlquist & Switkin 2003; Yeh & Weisz 2001). Fehleinschätzungen von Frequenz und Intensität der Schmerzen und inadäquates Schmerzmanagement ist die Folge, welches meist eine Chronifizierung der kindlichen Schmerzen mit bedingen kann (Flor & Hermann 2006). Trotz der Bedeutsamkeit der elterlichen Wahrnehmung und Einschätzung von Schmerzen ihrer Kinder sind bis heute wenige Studien zur Konkordanz der elterlichen und kindlichen Schmerzeinschätzung publiziert worden (Moon et al 2008; Logan & Scharff 2005; Lundquist et al. 2006; Kröner-Herwig et al. 2008). Die wenigen publizierten Studien kommen zudem zu inkonsistenten Ergebnissen und fokussieren meistens auf akuten Schmerzen.
Studie 2:
Elterliches Katastrphisieren über die Schmerzen ihrer Kinder
Eltern als Hauptbezugspersonen sind die wichtigsten Ansprechpartner bei bestehenden Schmerzen, und ihre Reaktionen können einen entscheidenden Einfluss auf die Schmerzen ihrer Kinder nehmen. Das Elternverhalten auf Schmerzen ihres Kindes sowie elterliches Katastrophisieren stellen sich als bedeutende Einflussfaktoren auf das Befinden von Kind und Eltern dar (Goubert et al. 2006; Hermann et al. 2007). Das schmerzbezogene elterliche Katastrphisieren ist mit Beeinträchtigungen des Kindes bei Alltags- und Schulaktivitäten assoziiert (Goubert et al. 2006). Trotz Befunden über die Relevanz des elterlichen Katastrophisierens für das kindliche Schmerzerleben und das elterliche Befinden fehlt es an validierten deutschsprachigen Messverfahren zur Erfassung des Konstrukts. Die Katastrophisierungsneigung der Eltern konnte bisher nur in englischer Sprache anhand der Elternversion der Pain Catastrophizing Scale (PCS-P) (Goubert et al. 2006) erfasst und untersucht werden. Dabei handelt es sich um eine adaptierte Form der ursprünglichen Pain Catastrophizing Scale (PCS) nach Sullivan, Bishop und Pivik (Sullivan et al. 1995), von der auch eine deutschsprachige Version von Meyer, Sprott und Mannion (Meyer et al. 2008) entwickelt wurde.
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Ziele der Studie:
Studie 1:
Ziel der ersten Studie ist es, die Übereinstimmung der Einschätzung der Schmerzintensität von Kindern und Eltern, die aufgrund von chronischen Schmerzen eine spezialisierte Schmerzambulanz aufsuchen, zu untersuchen.
Studie 2:
Um das Konstrukt des elterlichen Katastrophisierens in Zukunft stärker in Erklärungsmodelle zu Schmerzen bei Kindern und entstehende Folgebeeinträchtigungen mit einbeziehen zu können, und ggf. therapeutische Interventionen für betroffene Eltern entwickeln zu können, ist es das Ziel der Studie, die englischsprachige Version der Parental Pain Catastrphizing Scale (Goubert et al. 2006) ins Deutsche zu übersetzen und ihre psychometrischen Charakteristika an einer Stichprobe von Kindern mit chronischen Schmerzen und deren Eltern zu untersuchen.
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Stichprobe:
In die vorliegende Studie werden Kinder und Jugendliche und ihre Eltern mit chronischen Schmerzen eingeschlossen, die sich beim Vodafone Stiftungsinstitut für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativmedizin (VIKP) vorstellen. Die Patienten und ihre Eltern werden konsekutiv iin die Studie aufgenommen. Einschlusskriterien für die Kinder bzw. Jugendlichen sind das Alter (8;0-17;11 Jahre), das Vorliegen einer chronischen Schmerzerkrankung, deutsches Sprach- und Leseverständnis sowie die Abwesenheit einer lebensbeeinträchtigenden Erkrankung. Für die Untersuchung sollen ca. 100 Patienten und deren Eltern (Mutter und Vater) zwischen Oktober 2008 und Januar 2009 erfasst werden. Da die Übereinstimmung zwischen den einzelnen Personen der familiären Triade gemessen werden soll, ist es notwendig, dass beide Elternteile (Mutter und Vater) befragt werden können. Bei Patchwork- oder Stief-Familien wird diejenige männliche Person als väterliche Bezugsperson gewählt, die seit mindestens 12 Monaten mit dem Kind im selben Haushalt lebt (diese Definition gilt auch für mütteliche Bezugspersonen).
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Methode:
Studie 1 (Welche Faktoren determinieren die Konkordanz in der Schmerzeinschätzung zwischen kindlicher und elterlicher Schmerzeinschätzung?): Übersicht psychologischer Konstrukte und zugehörige Fragebögen: |
| Konstrukt |
Eltern-Fragebögen |
Kind-Fragebögen |
| Soziodemographische Angaben zum Kind und seinen Eltern |
Deutscher Schmerzfragebogen für Kinder und Jugendliche (DSF-KJ) |
Deutscher Schmerzfragebogen für Kinder und Jugendliche (DSF-KJ) |
| Elterliches Katastrophisieren (Kognition) bei Schmerzen des Kindes |
Deutschsprachige Version der Parental Pain Catastrophizing Scale (PCS-P) |
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| Schmerzcharakteristika / Beeinträchtigungen durch die Schmerzen |
Schmerzintensitätseinschätzung auf NRS (0-10)
Anamneseschema zur Erfassung eigener Schmerzerfahrungen (FBANAM-E) |
Schmerzintensitätseinschätzung auf NRS (0-10)
Pediatric Pain Disability Index (P-PDI) |
| Elterliche Reaktionen (behovioral) auf die Schmerzen des Kindes |
ISEV-E: Fürsorglichkeit/Anteilnahme, Ablenkung, Entmutigung / Ignorieren |
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| Schmerzausdruck des Kindes |
Pain expresion scale (Elternversion)
Offene Frage: "Woran erkennen Sie besonders, dass ihr Kind Schmerzen hat?"
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Pain expresion scale (Kindversion) |
Studie 2 (Elterliches Katastrophisieren über die Schmerzen ihrer Kinder): Übersicht psychologischer Konstrukte und zugehörige Fragebögen: |
| Konstrukt |
Eltern-Fragebögen |
Kind-Fragebögen |
| Elterliches Katastrophisieren (Kognition) bei Schmerzen des Kindes |
Deutschsprachige Version der Parental Pain Catastrophizing Scale (PCS-P) |
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| Schmerzcharakteristika / Beeinträchtigungen durch die Schmerzen |
Anamneseschema zur Erfassung eigener Schmerzerfahrungen (FBANAM-E) |
Schmerzintensitätseinschätzung auf NRS (0-10)
Pediatric Pain Disability Index (P-PDI) |
| Emotionale Belastung (Depression und Angst) |
Beck-Depressions-Inventar (BDI II)
Stait-Trait-Angstinventar (STSI-G) |
Depressionsinventar für Kinder und Jugendliche (DIKJ)
Angstfragebogen für Schüler (AFS) |
Elterliche Reaktionen (behovioral) auf die Schmerzen des Kindes
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ISEV-E: Fürsorglichkeit/Anteilnahme, Ablenkung, Entmutigung / Ignorieren |
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Erste Ergebnisse:
Ausstehend |
Publikation:
Ausstehend
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6. Normdatenerhelbung für die Quantitativ Sensorische Testung (QST)
| Projektleitung: |
Prof. Dr. Boris Zernikow |
| Studienkoordination und Supervision: |
Dr. M. Blankenburg, Prof. Dr. C. Maier |
| Projektdurchführung: |
Dr. Markus Blankenburg, cand. med. Hanna Boekens |
| Laufzeit: |
07/2007 – 12/2008 |
Hintergrund der Studie:
Häufige Ursachen von Schmerzen sind Störungen des peripheren oder zentralen Nervensystems („Neuropathische Schmerzen"). Diese führen oft zu einer veränderten Schmerzempfindlichkeit. Durch Quantitative sensorische Testung (QST) wurde vom Deutschen Forschungsverbund Neuropathischer Schmerz ein neues Testverfahren entwickelt, mit dem neurobiologische Mechanismen von Schmerz über Symptome einer veränderten Schmerzempfindlichkeit untersucht werden können. Die Testbatterie besteht aus sieben Untersuchungsschritten, bei denen 13 Parameter gemessen werden. Damit ist eine genaue Charakteristik der Schmerzqualität möglich, die für den Therapieerfolg entscheidend ist (symptomorientierte Therapie). Bei Erwachsenen wurden mit diesem Verfahren wichtige Erkenntnisse über die Schmerzentstehung gefunden. Dazu gehören die häufige Beteiligung langsam leitender Deltafasern sowie zentrale Verarbeitungsmechanismen. Das Untersuchungsverfahren mittels QST wurde bei Kindern weltweit noch nicht etabliert. |
Ziele der Studie:
Die Norm-Referenzwerte für Erwachsene können auf Kinder und Jungendliche nicht übertragen werden. Um QST auch bei Kindern und Jugendlichen mit Schmerzerkrankungen einsetzen zu können und ihnen damit eine symptomorientierte Therapie zu ermöglichen, sollen zunächst Referenzwerte für gesunde Kinder und Jugendliche zwischen 6 - 18 Jahren erhoben werden. |
Stichprobe:
QST wird bei 180 gesunden Kindern und Jugendlichen zwischen 6 - 18 Jahren in 4 Altersgruppen (6-7, 8-10, 11-14, 15-18) an 6 Körperbereichen (Gesicht, Hand und Fuß bds.) durchgeführt. |
Methode:
Die QST ist eine standarisierte Testbatterie aus sieben Untersuchungsschritten, bei denen 13 Parameter gemessen werden:
* thermische Detektionsschwellen
* Schmerzschwellen für kalte und warme Reize
* thermische Unterschiedsschwelle und paradoxe Hitzeempfindung
* taktile Detektionsschwelle (Frey Filamente)
* mechanische Schmerzschwelle (Pinpricks)
* mechanische Schmerzsensitivität und Allodynie bei bewegten Reizen
* Wind-up Quotient
* Vibrationsdetektions- und Druckschmerzschwelle.
Die standarisierte Untersuchung wird an zwei symmetrischen Bereichen im Gesicht, an der Hand und am Fuß durchgeführt.
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Erste Ergebnisse:
Für Kinder und Jugendliche konnten Normdaten für die Quantitative sensorische Testung erhoben werden. Nach unseren Ergebnissen ist die QST bei Kindern und Jugendlichen nach dem Protokoll des Deutschen Forschungsverbundes Neuropathischer Schmerz durchführbar. Die Normwerte der unterschiedlichen Testparameter unterscheiden sich innerhalb der untersuchten Alters- und Geschlechtsgruppen für verschiedene Qualitäten des somato-sensorischen Systems. |
Publikation:
M Blankenburg, H Boekens, T Hechler, F Aksu, C Maier, B Zernikow
Normwerte für die Quantitative sensorische Testung bei Kindern und Jugendlichen. Poster
Deutscher Schmerzkongress, Berlin, 08.10.-11.10.2008
Ausgezeichnet mit dem Posterpreis des Kongresses
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7. Altersabhängigkeit der Schmerzwahrnehmung und Entwicklung des somato-sensorischen Systems anhand von QST-Parametern im Verlauf von einem Jahr
| Projektleitung: |
Prof. Dr. Boris Zernikow |
| Studienkoordination und Supervision: |
Dr. M. Blankenburg |
| Projektdurchführung: |
Dr. Markus Blankenburg |
| Laufzeit: |
12/2008– 06/2009 |
Hintergrund und Ziel der Studie:
Das somato-sensorische System ist wesentlich an der Entstehung und Aufrechterhaltung von chronischen Schmerzen beteiligt. Hier soll untersucht werden, ob die Wahrnehmung von Schmerzen altersabhängig ist. |
Stichprobe:
An 40 mit QST bereits untersuchten Kindern und Jugendlichen einer festgelegten Altersgruppe wird die QST nach einem definierten Zeitraum von 12 Monaten und wiederum 4 Wochen wiederholt. |
Methode:
Standardprotokoll für QST |
Erste Ergebnisse:
Im Rahmen der Normdatenerhebung zeichnen sich bereits Unterschiede für einzelne QST-Parameter in verschiedenen Altersgruppen ab.
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Publikation:
ausstehend
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8. Schmerzen durch Neuropathien bei Kindern und Jugendlichen mit Diabetes mellitus Typ I
| Projektleitung: |
Prof. Dr. Boris Zernikow |
| Studienkoordination und Supervision: |
Dr. M. Blankenburg, Dr. T. Wiesel, Dr. D. Streng |
| Projektdurchführung: |
Dr. Markus Blankenburg |
| Laufzeit: |
09/2008– 06/2009 |
Hintergrund und Ziel der Studie:
Bislang ist nicht bekannt, ob Kinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus Typ I an Schmerzen aufgrund einer diabetischen Polyneuropathie leiden. Die diabetische Neuropathie lässt sich, wenn nur dünn myelinisierte C- und Aδ-Schmerzfasern betroffen sind, zunächst nicht anhand der sensiblen Neurographie detektieren. Mittels QST soll das Vorliegen einer small fibre-Neuropathie geklärt werden. |
Stichprobe:
An 40 Kindern und Jugendlichen mit Diabetes mellitus Typ I wird eine QST durchgeführt. Das QST-Profil wird mit der Dauer der Erkrankung, dem Laborwert HbA1c und einer sensiblen Neurographie korreliert. |
Methode:
Standardprotokoll für QST, Labordatenerfassung aus der Krankenakte, sensible Neurographie des N. suralis rechts. |
Erste Ergebnisse:
Es scheinen sich bei Kindern und Jugendlichen mit Diabetes mellitus Typ I in spezifischen Parametern Unterschiede zum QST-Profil an gesunden Probanden zu ergeben. |
Publikation:
ausstehend
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9. Schmerzen durch Neuropathien bei Kindern und Jugendlichen nach Chemotherapien
| Projektleitung: |
Prof. Dr. Boris Zernikow |
| Studienkoordination und Supervision: |
Dr. M. Blankenburg, Prof. Dr. A. Borkhardt, Prof. Dr. G. Henze, Prof. Dr. W. Kremens, PD Dr. D. Schneider, Prof. Dr. O. Witt |
| Projektdurchführung: |
Dr. Markus Blankenburg |
| Laufzeit: |
09/2008– 06/2009 |
Hintergrund der Studie:
Bislang ist nicht bekannt, in welchem Ausmaß Kinder und Jugendliche Schmerzen aufgrund einer toxischen Neuropathie nach Chemotherapie erleiden. Die sensible Neurographie ist bei diesen Kindern meist unauffällig, weil die betroffenen dünn myelinisierten C- und Aδ-Schmerzfasern mittels Neurographie nicht erfasst werden. |
Ziele der Studie:
In dieser Studie wird bei Kindern mit transienten Schmerzen im Bereich der Beine nach Chemotherapie eine QST mit der Frage nach einer small fibre-Neuropathie durchgeführt. |
Stichprobe:
An 40 Kindern nach stattgehabter Chemotherapie und klinischen Zeichen einer Neuropathie werden eine QST und eine sensible Neurographie durchgeführt. |
Methode:
Standardprotokoll für QST, Erfassung der Kumulativdosis aus der Krankenakte, sensible Neurographie des N. suralis rechts. |
Erste Ergebnisse:
ausstehend |
Publikation:
ausstehend
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10. Schmerzen bei behinderten Kindern mit einer infantilen Cerebralparese (ICP)
| Projektleitung: |
Prof. Dr. Boris Zernikow |
| Studienkoordination und Supervision: |
Dr. M. Blankenburg |
| Projektdurchführung: |
Dr. Markus Blankenburg, cand. med. J. Junker |
| Laufzeit: |
09/2008– 06/2009 |
Hintergrund der Studie:
Kinder mit Behinderungen aufgrund einer infantilen Zerebralparese leiden häufig an Schmerzen. Schmerzen haben den höchsten Einfluss auf eine Minderung der Lebensqualität bei diesen Kindern. Bislang ist die Ursache der Schmerzen nicht bekannt. Unter dem Verdacht auf Vorliegen neuropathischer Schmerzen werden in letzter Zeit therapeutisch Opioide empfohlen.
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Ziele der Studie:
Mit dieser Studie soll der Ursache von Schmerzen bei diesen Kindern nachgegangen werden um die Therapie zu optimieren und den Einsatz von nebenwirkungsreichen Therapien einzuschränken. |
Stichprobe:
An 40 Kindern und Jugendlichen mit infantiler Zerebralparese wird eine QST durchgeführt. |
Methode:
Standardprotokoll für QST, Erfassung der vorliegenden zerebralen Bildgebung (MRT) zur Lokalisation einer möglichen Läsion, Befragung mittels standardisiertem und validiertem Schmerzfragebogen |
Erste Ergebnisse:
ausstehend |
Publikation:
ausstehend
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11. Klassifikation und Pathophysiologie von chronischen Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen
| Projektleitung: |
Prof. Dr. Boris Zernikow |
| Studienkoordination und Supervision: |
Dr. M. Blankenburg |
| Projektdurchführung: |
Dr. Markus Blankenburg |
| Laufzeit: |
09/2008– 06/2009 |
Hintergrund und Ziele der Studie:
Die klinische Klassifikation und Pathophysiologie von chronischen Schmerzen wird bei Kindern und Jugendlichen von den Forschungsergebnissen bei Erwachsenen abgeleitet. Bekanntermaßen gibt es bei vielen Schmerzerkrankungen aber bedeutende Unterschiede zwischen Kindern und Erwachsenen (z.B. beim komplexen regionalen Schmerzsyndrom, CRPS). Aus diesem Grund sollen mit dem neuen Untersuchungsverfahren der Quantitativ sensorischen Testung neurobiologische Mechanismen von chronischen Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen untersucht werden.
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Stichprobe:
Die Stichprobe umfasst
≥ 40 Kinder und Jugendliche mit chronischen Schmerzen unterschiedlicher Ursache (neuropathische Schmerzen, Schmerzen im Rahmen eines CRPS, u.a.) |
Methode:
QST nach Standardprotokoll an 40 Kinder und Jugendliche mit chronischen Schmerzen unterschiedlicher Ursache. |
Erste Ergebnisse:
ausstehend |
Publikation:
ausstehend
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12. Therapieeffekte der multimodalen Schmerztherapie bei Kindern und Jugendlichen mit chronischen Schmerzen anhand neurophysiologischer Parameter (Quantitative sensorische Testung)
| Projektleitung: |
Prof. Dr. Boris Zernikow |
| Studienkoordination und Supervision: |
Dr. M. Blankenburg, Dr. T. Hechler, M. Dobe |
| Projektdurchführung: |
Dr. Markus Blankenburg |
| Laufzeit: |
09/2008– 06/2009, ggf. länger |
Hintergrund der Studie:
Therapieeffekte der multimodalen Schmerztherapie bei Kindern und Jugendlichen mit chronischen Schmerzen sind bislang noch nie anhand neurophysiologischer Parameter untersucht worden. |
Ziele der Studie:
Mit der Quantitativ sensorischen Testung wollen wir neurobiologische Veränderungen im Verlauf einer multimodalen Schmerztherapie bei Kindern und Jugendlichen mit chronischen Schmerzen untersuchen. |
Stichprobe:
An 40 Kindern und Jugendlichen mit chronischen Schmerzen wird an drei definierten Zeitpunkten (vor Therapiebeginn, zum Therapieende und drei Monate nach Beenden der Therapie) eine QST durchgeführt. Zu denselben Zeitpunkten werden die Schmerzhäufigkeit, Schmerzintensität und die Beeinträchtigung im Alltag mittels validierter Fragebögen erfasst. |
Methode:
Standardprotokoll für QST vor und nach Therapie sowie im follow up drei Monate nach Beenden der Therapie, Schmerzerfassung mittels validierter Fragebögen |
Erste Ergebnisse:
ausstehend |
Publikation:
ausstehend
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B. Abgeschlossene Projekte:
1. Validierung des Pediatric Pain Disability Index:
Untersuchung von Reliabilität und Validität des Pediatric Pain Disability Index (P-PDI)
| Projektleitung: |
Prof. Dr. Boris Zernikow |
| Studienkoordination und Supervision: |
Bettina Hübner, Dr. Dipl.-Psych. Tanja Hechler, Prof. Dr. Joachim Kosfelder, Dipl.-Psych. Michael Dobe, Dr. Dipl.-Psych. Heide Denecke |
| Projektdurchführung: |
Dipl.-Psych. Sandra Schroeder, cand. med. Annick Martin, Maximiliane Hamann |
| Laufzeit: |
05 / 2005 – 09 / 2007 |
Hintergrund der Studie:
Als Folge von chronischen Schmerzen leiden viele Kinder und Jugendliche unter schmerzbedingten Beeinträchtigungen der Lebensqualität. Während für Erwachsene mit chronischen Schmerzen bereits ein gut validiertes Messinstrument zur Erhebung von schmerzbedingten Beeinträchtigungen sowohl in englischer als auch in deutscher Sprache vorliegt, existiert für Kinder keine validierte deutsche Übersetzung. Der Pediatric Pain Disability Index nach Varni, der Teil des Pediatric Pain Questionnaire ist, wurde übersetzt und psychometrisch überprüft. |
Ziele der Studie:
Validierung der deutschen Version des Pediatric Pain Disability Index (P-PDI)
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Stichprobe:
163 Kinder und Jugendliche (11-18 Jahre), die sich wegen chronischer Schmerzen in ambulante schmerztherapeutische Behandlung begeben sowie 167 stationär behandelte Jugendliche |
Methode:
In der ambulanten und stationären Stichprobe wurden Hauptkomponenten- und Itemanalysen durchgeführt. Zur Überprüfung der Stabilität wurde bei 110 ambulant behandelten Jugendlichen die Veränderung der schmerzbedingten Beeinträchtigung drei Monate nach Beginn der Therapie untersucht. Zudem wurden der Zusammenhang der schmerzbedingten Beeinträchtigung mit Schmerzvariablen, emotionaler Beeinträchtigung und Schulfehltagen und die Übereinstimmung der Selbst- und Elterneinschätzung überprüft.
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Erste Ergebnisse:
Der Pediatric Pain Disability Index (P-PDI) zeigt sich in der Hauptkomponentenanalyse als eindimensionales Instrument mit einer zufriedenstellenden Reliabilität. Es fanden sich signifikante Zusammenhänge zwischen der schmerzbedingten Beeinträchtigung und Schmerzintensität sowie Schulfehltagen, jedoch keine Zusammenhänge zu Schmerzdauer, Angst und Depresison. Die Selbst- und Elterneinschätzung korrelieren signifikant. 57% der Eltern schätzen die schmerzbedingte Beeinträchtigung ihrer Kinder jedoch niedriger ein als diese selbst.
Schlussfolgerung: Mit dem P-PDI liegt nun ein validierter deutschsprachiger Fragebogen zur Einschätzung der schmerzbedingten Beeinträchtigung bei Kindern und Jugendlichen ab 11 Jahren vor, der sich gut zur Überprüfung von Therapieeffekten eignet. |
Publikation:
B Hübner, T Hechler, M Dobe, U Damschen, J Kosfelder, H Denecke et al.
Schmerzbezogene Beeinträchtigung bei Jugendlichen mit chronischen Schmerzen - Erste Überprüfung des Pediatric Pain Disability Index (P-PDI)
Der Schmerz 2008 (in Druck) |
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2. Validierung der deutschen Version des Pediatric Pain Coping Inventory:
Untersuchung von Reliabilität und Validität des Pediatric Pain Coping Inventory (PPCI)
| Projektleitung: |
Prof. Dr. Boris Zernikow
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| Studienkoordination und Supervision: |
Dr. Dipl.-Psych. Tanja Hechler, Prof. Dr. Joachim Kosfelder, Dr.-Dipl. Psych. Heide Denecke
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| Projektdurchführung: |
Dipl.-Psych. Sandra Schroeder, Dr. Dipl.-Psych. Sonja Marbach, Annick Martin, Maximiliane Hamann
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| Laufzeit: |
05 / 2005 – 08 / 2007
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Hintergrund der Studie:
Copingstrategien von Kindern mit chronischen Schmerzen zeigen signifikante Zusammenhänge zu Schmerzcharakteristika und emotionaler Belastung und sind ein wesentlicher Bestandteil der psychologischen Schmerztherapie. Während im englischen Sprachraum vier validierte Messinstrumente existieren, sind validierte Übersetzungen im deutschen Sprachraum rar.
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Ziele der Studie:
Übersetzung und Validierung des Paediatric Pain Coping Inventory (PPCI)
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Stichprobe:
180 Kinder und Jugendliche mit chronischen Schmerzen in ambulanter Schmerztherapie
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Methode:
Hauptkomponentenanalyse, Interne Konsistenzen der Skalen, Kreuzvalidierung anhand eines ambulanten (N=74) und stationären Samples (N=142), Validitätsanalyse: a) Korrelationen zum Zeitpunkt Prä zu Schmerzcharakteristika und emotionaler Belastung; b) Veränderungen in den PPCI-Skalen über 12 Monate in einer Gruppe von Kindern mit Migräne (N=31) und von Kindern mit Spannungskopfschmerzen (N=34)
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Ergebnisse:
Die Hauptkomponentenanalyse ergab eine vier-faktorielle Lösung mit zufrieden stellenden Reliabilitäten der Skalen. Die Kreuzvalidierung ergab jedoch unzureichende Reliabilitäten für die Skala 4, so dass nun eine deutsche Version des PPCI mit 25 Items und 3 Skalen (Passive Schmerzbewältigung, Suche nach sozialer Unterstützung und Positive Selbstinstruktion) vorliegt. Die Skalen zeigen signifikante Beziehungen zu Schmerzcharakteristika und emotionaler Belastung. Zudem ergaben sich über eine Zeitspanne von 12 Monaten unterschiedliche Veränderungen in den 3 Skalen bei Kindern mit Migräne und Kindern mit Spannungskopfschmerzen. So reduzieren beide Gruppen die Suche nach sozialer Unterstützung, während Kinder mit Spannungskopfschmerzen zusätzlich die Passive Schmerzbewältigung reduzieren.
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Publikation:
T Hechler, J Kosfelder, H Denecke, M Dobe, B Hübner, A Martin et al.
Schmerzbezogene Copingstrategien von Kindern und Jugendlichen mit chronischen Schmerzen - Überprüfung einer deutschen Fassung des Paediatric Pain Coping Inventory (PPCI)
Der Schmerz 2008; 22:442-457
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3. Untersuchung von Geschlechterunterschieden in der Schmerzbeurteilung von Jugendlichen mit Krebserkrankungen
Sex differences in pain intensity ratings in adolescents suffering from malignant diagnoses: Differences in pain memories?
| Projektleitung: |
Prof. Dr. Boris Zernikow
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| Studienkoordination und Supervision: |
Dr. Dipl.-Psych. Tanja Hechler, Prof. Dr. Joachim Kosfelder, Hiltrud Niggemann
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| Projektdurchführung: |
Dr. Ulrike Meyerhoff
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| Laufzeit: |
03 / 2006 – 01 /2007
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Hintergrund der Studie:
Mehrere Studien im Kindes- und Erwachsenenalter konnten zeigen, dass Frauen sensitiver auf Schmerzen reagieren als Männer. Dennoch existieren kaum Studien darüber, inwieweit sich Jungen und Mädchen mit Krebserkrankungen in ihrer Schmerzerfahrung unterscheiden.
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Ziele der Studie:
Ziel der Studie war es daher, zu untersuchen, ob sich Jungen und Mädchen mit Krebserkrankungen in ihrer Schmerzerfahrung unterscheiden.
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Stichprobe:
112 Kinder (Alter: 12-18 Jahre) mit Krebserkrankungen
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Methode:
Erhebung im Rahmen einer umfangreichen Multicenter-Studie zur Qualitätsverbesserung in deutschen kinderonkologischen Abteilungen: strukturierte Interviews mit betroffenen Jugendlichen und ihren Eltern über Schmerzerfahrungen; die Kinder und Jugendlichen wurden dabei zu Schmerzen an 4 Messzeitpunkten befragt (Zeitpunkt des Interviews, 24 h vor dem Interview, 7 Tage vor dem Interview, 4 Wochen vor dem Interview).
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Ergebnisse:
Mädchen gaben eine höhere Schmerzintensität in den letzten 7 Tagen und 4 Wochen vor dem Interview an trotz ähnlicher Diagnose, körperlichem Funktionsniveau und Dauer der Erkrankung. Die vorliegende Studie zeigt entsprechend erste Hinweise auf Unterschiede in den erinnerten Schmerzen zwischen Mädchen und Jungen mit Krebserkrankungen. Während sich keine Unterschiede in akuten Schmerzen zeigten und somit ähnliche Schmerzbehandlungen eingesetzt werden sollten, bleibt es in weiteren Studien zu klären, ob Mädchen spezifischer Schmerztherapie bedürfen, um die negativen Schmerzerinnerungen abzuschwächen.
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Publikation:
In Revision
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4.
STOP-Projekt:
STOP - Schmerz-Therapie in der Onkologischen Pädiatrie: ein bundesdeutsches Qualitätsmanagement-Projekt
| Projektleitung: |
Prof. Dr. Boris Zernikow |
| Studienkoordination und Supervision: |
Prof. Dr. Boris Zernikow
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| Projektdurchführung: |
Prof. Dr. Boris Zernikow
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| Laufzeit: |
bis 30.11.1999
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Hintergrund der Studie:
In den 90er Jahren durchgeführte internationale epidemiologische Studien deckten erhebliche Defizite in der kinderonkologischen Schmerztherapie auf.
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Ziele der Studie:
Ermittlung und Optimierung der kinderonkologischen Schmerztherapie in Deutschland
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Stichprobe:
Alle Kinderonkologien in Deutschland wurden zur Teilnahme aufgefordert (N=75), |
Methode:
Das Projekt wurde in 6 Phasen durchgeführt:
1. Retrospektiven Erhebung des Morphingebrauchs in pädiatrischen Kinderonkologien und Entwicklung eines Standard-Dokumentationsbogens zur Erfassung der Schmerztherapie
2. Erhebung des Status Quo der Schmerztherapie durch eine landesweite Fragebogenaktion in allen Kinderonkologien
3. Erstellen und Versenden von „GPOH-Empfehlungen zur praktischen Schmerztherapie“ an alle kinderonkologisch tätigen Kliniken Deutschlands
4. Durchführung von konkrete Qualitätsmanagementmaßnahmen und Fortbildungen an 8 aktiv teilnehmenden Kliniken, die zum Ziel haben, die Häufigkeit von Schmerzmessungen im Alltag zu erhöhen, Kenntnisse zu speziellen Schmerzformen zu vertiefen, die Wissensbasis über Schmerztherapie zu verbreitern, vermehrt psychologische Elemente in die Schmerztherapie zu integrieren, die Schmerztherapie lückenlos zu dokumentieren und nach Qualitätskriterien auszuwerten. Neben Benchmarking mit anderen teilnehmenden Kliniken wurden zudem Vorschläge zur Therapieoptimierung erarbeitet.
5. Interviews mit Patienten und ihren Eltern zur Schmerztherapie an 28 Kliniken
6. Vergleich von aktiv und passiv teilnehmenden Kliniken bezüglich Schmerztherapie und Wissen zum Thema Schmerztherapie |
Ergebnisse:
Die Ergebnisse zeigen, dass STOP die alltägliche klinische Praxis beeinflusst und die Qualität des Schmerzmanagements bei den aktiv teilnehmenden Kliniken verbessert hat: z.B. seltener Anwendung von schmerzhafter Medikamentenverabreichung, Zuwachs von ärztlichem Wissen über die Behandlung von neuropathischen Schmerzen, Abnahme der Schmerzintensität und seltenere Episoden von starken Schmerzen. Die Verbesserungen der aktiv teilnehmenden Kliniken waren signifikant im Vergleich zu passiv teilnehmenden Kliniken, die lediglich die GPOH-Empfehlungen zur praktischen Schmerztherapie erhalten hatten. Fortbildung kombiniert mit Audit und Feedback scheinen effektive Maßnahmen für erfolgreiche Qualitätsverbesserungsinitiativen in der Kinderschmerztherapie zu sein. Teilnehmende Professionelle stellten eine Verbesserung der Qualität der Schmerztherapie fest, die Kinder und Eltern jedoch nicht. Weitere Studien sind nötig, um die Erwartungen von Personal, Kindern und Eltern zu untersuchen. Verbesserungen in der Versorgungsqualität sollten spezifischer definiert werden, damit sie auch für die Kinder klinisch bedeutsam sind. |
Publikationen:
Zernikow B
STOP – Schmerztherapie in der onkologischen Pädiatrie
Monatsschr Kinderheilk 1999;147:436-437
Zernikow B, Grießinger N, Fengler R
Praktische Schmerztherapie in der Kinderonkologie. Empfehlungen der Qualitätssicherungsgruppe der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH)
Monatsschr Kinderheilk 1999;147:438-456
Zernikow B, Grießinger N, Fengler R
Praktische Schmerztherapie in der Kinderonkologie. Empfehlungen der Qualitätssicherungsgruppe der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH)
Der Schmerz 1999;13:213-235
Zernikow B, Bauer A, Andler W
The pain documentation sheet (PDS) – a tool to improve pain therapy in paediatric oncology
5th International Symposium on Paediatric Pain, London, UK, June 18-21, 2000 (poster #162)
Zernikow B, Bauer AG, Andler W
Schmerztherapie in der pädiatrischen Onkologie – eine Bestandsaufnahme
Der Schmerz 2001;16:140-149
Zernikow B, Lindena G
Long acting morphine for pain control in paediatric oncology
Med Ped Oncol 2001;36:451-458
Zernikow, B, Bauer, A-B, Andler, W
Schmerzkontrolle in der pädiatrischen Onkologie in Deutschland
Schmerz 2002; 16: 140-149
Zernikow B, Friedrichsdorf S, Wamsler C, Michel E
Schmerztherapie und palliative Versorgung krebskranker Kinder (deutsche Ausgabe der WHO Empfehlungen – Cancer Pain Relief And Palliative Care In Children)
Vestische Kinder- und Jugendklinik Datteln, 2002
Zernikow B, Prager K, Henkel W, Bürk G, Schwegmann I, Andler W
Praxis der Schmerztherapie an einer großen deutschen Kinderklinik - eine Mitarbeiterbefragung
Schmerz 2003; 151: 844-853
Zernikow B, Meyerhoff U, Michel E, Wiesel T, Hasan C, Janssen G, Kuhn N, Kontny U, Fengler R, Gortitz I, Andler W
Pain in paediatrics oncology – children's and parents' perspectives
Eur J Pain 2005;9(4):395-406
Zernikow B, Schiessl C, Wamsler C, Janssen G, Griessinger N, Fengler R, Nauck F
Praktische Schmerztherapie in der pädiatrischen Onkologie. Empfehlungen der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH), der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (DGSS), der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) und des Vodafone-Stiftungsinstituts für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativmedizin an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln – Universität Witten/Her decke (IKP)
Schmerz 2006;20:24-39
Zernikow B, Smale H, Michel E, Hasan C, Jorch N, Andler W
Paediatric cancer pain management using the WHO analgesic ladder - results of a prospective analysis from 2265 treatment days during a quality improvement study
Eur J Pain 2006;10:587-595
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